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Foto: Axel Schmidt www.axelschmidt.net

Die Flüsse von morgen. Strategien zur Rückgewinnung eines vergessenen Lebensraums
Im Rahmen des Festival „Wassermusik X“ im Haus der Kulturen der Welt richtete „Flussbad Berlin“ zwei Abende aus und debattierte mit Gästen aus Berlin und der Welt über die Entwicklung unserer Flüsse.

Den Einstieg machten wir am 27.7. mit Berliner Akteuren und entwickelten mit ihnen Strategien, wie wir uns eine Spree in Zukunft vorstellen sollen. Stimmen von aktuellen und möglichen zukünftigen NutzerInnen waren versammelt, um die Komplexität des Themas durch die Vielzahl der Perspektiven zu beleuchten.
In vielen Metropolen werden die Flüsse als Stadträume neu entdeckt und so nahmen wir am 3.8. die Flüsse als Lebensräume in den Blick. Mit Gästen aus Chicago (UrbanRivers) und Neu Dehli (The Yamuna River Project) besprachen wir diese drei Städte und deren jeweiligen Umgang mit den Gewässern.

Das Wortprogramm entstand auf meine Initiative hin und in Zusammenarbeit mit „Flussbad Berlin“.

Foto:  Axel Schmidt http://www.axelschmidt.net

 

131002_Innenstadt_Axo_All05In ihrer Sitzung vom 10. November 2014 hat die vom Bundesbauministerium berufene Jury aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und Experten verschiedener Fachdisziplinen das Projekt Flussbad Berlin als eines von 21 „Premium-Projekten“ ausgewählt und eine Förderung von € 2,6 Millionen bewilligt. Das Land Berlin beteiligt sich an den Projektkosten mit weiteren € 1,3 Millionen. Insgesamt stehen für vorbereitende Maßnahmen zur Verwirklichung von Flussbad Berlin bis Ende 2018 € 3,9 Millionen zur Verfügung.

Berlin, 19. November 2014

Berlin überzeugte mit dem innovativen Stadtentwicklungsprojekt „Flussbad Berlin“ das Expertengremium auf Bundesebene, das die Projekte für eine Förderung im Programm „Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“ vorgeschlagen hat. Ausgewählt wurden bundesweit 21 herausragende Projekte.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erhält vom Bund € 2,6 Millionen, um gemeinsam mit dem Verein „Flussbad Berlin e.V.“ das Projekt weiter zu entwickeln, durch das der Spreekanal am Rande der Museumsinsel auf einer Länge von 750 Metern zu einem der größten, schönsten und frei zugänglichen Schwimmbecken verwandelt werden soll. Im oberen Teil des insgesamt ca. 1,6 km langen Spreekanals sollen eine Biotoplandschaft und ein Schilfbecken zur natürlichen Reinigung des Flusswassers entstehen. Berlin beteiligt sich an den Projektkosten mit € 1,3 Millionen.

Mit dem Förderantrag für das neue Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ hat Flussbad Berlin e.V. ein umfängliches Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts „Flussbad Berlin“ sowie zur kurzfristigen baulichen Realisierung einiger strategischer, stadträumlicher Elemente erstellt. Die Maßnahmen sollen der Unterstützung und Qualifizierung der bislang ausschließlich zivilgesellschaftlich getragenen Entwicklungsinitiative dienen. Ziel ist die Überleitung der Initiative „Flussbad Berlin e.V.“ in ein Realisierungsprojekt.

Die Projektidee zum Flussbad Projekt wurde 1998 von der Berliner Künstler- und Architektengruppe realities:united entworfen und seither sukzessive weiterentwickelt. Das Team von Jan Edler und Tim Edler wurde dafür mit dem Holcim Award Gold (2011) und Bronze (2012) ausgezeichnet. Mittlerweile unterstützen über 150 Mitglieder den 2012 gegründeten gemeinnützigen Verein „Flussbad Berlin“.

In diesem Jahr konnten bereits Lottomittel für einen Machbarkeitsnachweis akquiriert werden. Wir freuen uns sehr, dass die Entwicklung des Projekts durch diese weitere Förderung in eine nächste Phase eintritt und sowohl der Bund als auch die Stadt Berlin gemeinsam weitere Voraussetzungen für eine Realisierung leisten wollen.

Pressemitteilung
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (19.11.2014)

Pressemitteilung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin (19.11.2014)

Barbara Schindler (Büro für Kommunikation) und das Team von Flussbad Berlin e.V.