Performative Intervention "Für die Vögel"

Performative Intervention „Für die Vögel“ Hausheer / Bachmann

Am 1. und 2. September wird eine Region in der Uckermark für ein intensives Wochenende zu einem Zentrum der Künste. Eine Gruppe von Freunden, die alle selber im Kulturfeld tätig sind, organisiert dieses Festival für Kunst, Literatur und Musik. Ausgangspunkt ist ihre Nähe zur Kulturlandschaft der Uckermark, die sie mit den Künsten zu thematisieren und zu bereichern versuchen. Mit Lesungen, Konzerten und den Spaziergängen zu den Kunststandorten entsteht für ein Wochenende eine anregende Atmosphäre in einer der schönsten Landschaften Norddeutschlands.

Dieses Fest der Künste findet zum sechsten Mal am 1. und 2. September 2018 statt. Die Orte für die Literatur und die bildende Kunst sind Scheunen, Gärten und Felder in Fergitz und Pinnow. Die Musik wird dieses Jahr zum ersten Male in der Kulisse der Wasserburg in Gerswalde stattfinden. Zur Teilnahme sind über 30 Künstler*innen eingeladen.

Das musikalische Programm stellt Gudrun Gut zusammen, Musikerin und Aktivistin der Berliner Musikszene. Die Autoren hat die Literaturvermittlerin Ute König ausgewählt, zudem wird es erstmalig eine Writers Residence in Zusammenarbeit mit dem Produktionsort Libken e.V. geben. Die bildende Kunst kuratiert Dr. Heinz Stahlhut vom Kunstmuseum Luzern, der von 2008 bis 2013 Leiter der Sammlung Bildende Kunst der Berlinischen Galerie war. Ihm ist es zu verdanken, dass es dieses Jahr zu einem Austausch zwischen deutschen, saudi-arabischen und schweizerischen Künstler*innen kommt.

Allen gemeinsam ist das Inte­resse für die Schönheit, aber auch die Gefährdung der Natur. Die vor Ort entwickelten Arbeiten werden auf diesen Zwiespalt auf verschiedene Weise Bezug nehmen. Begleitend dazu werden Ge­sprä­che, Führungen und Workshops beispielsweise mit Vertretern der Hochschule für nach­haltige Entwicklung, Eberswalde, stattfinden, die diese Thematik von einer anderen Seite beleuchten.

Aufgrund der hohen Beteiligung von Schweizer Künstler*innen übernimmt die Schweizer Botschaft in Berlin freundlicherweise die Schirmherrschaft.

Kurator*innen der 6. Ausgabe:
Dr. Heinz Stahlhut / Kunst || Gudrun Gut / Musik || Ute Koenig / Literatur || Hannah del Mestre / Writers Residence

Teilnehmende Künstler*innen (Stand Februar 2018):
Kunst: Flurina Badel & Jérémie Sarbach (CH), Barbara Caveng (CH/D), Bricklab (Abdulrahman & Turki Gazzaz) (SDA), Lina Gazzaz (SDA), Angela Hausheer & Leo Bachmann (CH), Olaf Holzapfel (D), Moritz Hossli (CH), Heid Hostettler (CH), Folke Köbberling (D), Eva-Fiore Kovacovsky (CH/D), Antoine Zgraggen (CH)
Musik: Barbara Morgenstern, Hans-Joachim Irmler + Bläsergruppe Blech Potzlow (D), MimiCof (JAP), Pilocka Krach (D), Sonae (D), DJ Set: Thomas Fehlmann (CH/D), Daniel Meteo (D)
Literatur: Wald Kolosowa (D), Manja Präkels (D), Axel Ranisch (D), Moderation: Patricia Klobusiczky
Writers: Ines Berwing, Carolin Krahl, Anna-Kristine Linke, Henrik Pohl und Lea Woltermann; Textwerkstatt: Annett Gröschner

Schirmherr: Schweizerische Botschaft Berlin
Unterstützer: Gutshof Kraatz, Gut Kerkow, ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg, Landkreis Uckermark, Kanton Graubünden | SWISSLOS, Ölmühle Gut Blankensee, Ökodorf Brodowin, Permakultur Gärtnerei ‚Freie Scholle‘ sowie Ullstein Buchverlage.
Kooperationspartner: Aktive Naturschule Prenzlau, Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde, Libken e.V., Wasserburg Gerswalde e.V.
Präsentiert von radioeins (rbb)

Seit 2008 ist es Ziel und Zweck des gemeinnützigen Vereins „Freunde der Uckermark“, die Attraktivität des Lebensraumes in den Gemeinden Gerswalde und Nordwestuckermark durch kulturelle Veranstaltungen zu bereichern und einen Austausch zwischen Stadt- und Landbevölkerung zu fördern. Hierzu wurde das UM-Festival für Zeitgenössische Kunst, Musik und Literatur ins Leben gerufen.

Auch dieses Mal sind Themen und Stimmen versammelt, die das Flussbad-Projekt in seiner gesellschaftlichen Tragweite erfahrbar werden lassen. Wir berichten über all das, was das Flussbad-Team mit der Unterstützung seiner vielen ehrenamtlichen Mitwirkenden im letzten Jahr unternommen hat. Hubert Weiger vom BUND und Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat benennen in einem Gespräch, welche Argumente ihnen besonders wichtig im Zusammenhang mit dem Flussbad sind. Jörg Rocholl, Präsident der EMST Berlin beschreibt seine Sicht auf das Projekt aus der Perspektive eines direkten Anrainers. Im Zusammenhang mit dem Testfilter und einer kurzen Geschichte der Abwasserentsorgung in Berlin gibt es einen Text über die Limnologin Käthe Seidel, die Verfahren der biologischen Gewässerreinigung erstmals entwickelte. Und es gibt einen Text zur Bedeutung des Schwimmens für den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft. Die Musikerin Barbara Morgenstern hat für das Flussbad ein Lied komponiert, das erstmals letztes Jahr zum Flussbad-Pokal gesungen wurde. Im aktuellen Heft gibt es die Noten – zum Nachsingen mit Gitarrenbegleitung. Für die Darstellung aktueller Spreebewohner konnte der Hamburger Illustrator Stefan Marx gewonnen werden, der Aal bis Zander – wie wir finden – genau wieder gegeben hat. Im Tagebuch von 2017 wird ein Blick zurück und im Gespräch mit Flussbad-Mitinitiator Jan Edler auch nach vorne geworfen und skizziert, wann es denn nun kommt, das Flussbad. Drüber lesen, geht jetzt schon!

Hg.: Flussbad Berlin e.V.
Konzept: Barbara Schindler, Jan Edler, Hans Georg und Katrin Hiller von Gaertingen
Redaktion: Barbara Schindler (V.i.S.d.P.) mit Hans Georg und Katrin Hiller von Gaertringen
Umfang: 64 Seiten

 

 

 

DANCE ON ist nicht weniger als eines der ungewöhnlichsten Tanzprojekte der vergangenen Jahrzehnte. Ungewöhnlich, weil es die festgefügten Grenzen tänzerischer Aktivität gesprengt und die Sicht auf Tanz und Alter verändert hat. In der ersten Zwischenbilanz, für die Madeline Ritter uns engagiert hat, haben wir Blicke von innen, von außen und aus der Ferne auf die Arbeit des Ensembles und des dahinter stehenden Teams von Diehl + Ritter geworfen. Wir zeigen, was bislang erreicht wurde und was weiterhin auf der Agenda steht. Im Zentrum steht dabei natürlich das Werk, also die zwölf geschaffenen Inszenierungen des DANCE ON ENSEMBLES, die Tine Fetz kongenial in einem Parcours als Comic umgesetzt hat.

Hans Georg und Katrin Hiller von Gaertringen und Barbara Schindler

Die Publikation (dt./en.) erscheint anlässlich des DANCE ON-Festivals Out of Now im HAU Hebbel am Ufer Berlin, 28.2. bis 4.3.2018

 

Foto: Axel Schmidt www.axelschmidt.net

Die Flüsse von morgen. Strategien zur Rückgewinnung eines vergessenen Lebensraums
Im Rahmen des Festival „Wassermusik X“ im Haus der Kulturen der Welt richtete „Flussbad Berlin“ zwei Abende aus und debattierte mit Gästen aus Berlin und der Welt über die Entwicklung unserer Flüsse.

Den Einstieg machten wir am 27.7. mit Berliner Akteuren und entwickelten mit ihnen Strategien, wie wir uns eine Spree in Zukunft vorstellen sollen. Stimmen von aktuellen und möglichen zukünftigen NutzerInnen waren versammelt, um die Komplexität des Themas durch die Vielzahl der Perspektiven zu beleuchten.
In vielen Metropolen werden die Flüsse als Stadträume neu entdeckt und so nahmen wir am 3.8. die Flüsse als Lebensräume in den Blick. Mit Gästen aus Chicago (UrbanRivers) und Neu Dehli (The Yamuna River Project) besprachen wir diese drei Städte und deren jeweiligen Umgang mit den Gewässern.

Das Wortprogramm entstand auf meine Initiative hin und in Zusammenarbeit mit „Flussbad Berlin“.

Foto:  Axel Schmidt http://www.axelschmidt.net

jahresheft-2

Das 2. Jahresheft von Flussbad Berlin ist erschienen, inklusive eines Plakats vom 2. Berliner Flussbad Pokal. Die Publikation gibt eine Übersicht über den aktuellen Planungsstand sowie einen Ausblick auf die nächsten konkreten Unternehmungen, mit denen Flussbad ab dem kommenden Frühjahr sich im Projektgebiet verorten wird. Darüber hinaus weisen wichtige ProtagonistInnen aus Kultur und Wissenschaft wie z.B. Horst Bredekamp, Katharina Grosse, Wolf-Dieter Heilmeyer, Sally McGrane, Barbara Vinken, Hortensia Völckers und Harald Welzer auf die kulturellen und ökologischen Dimensionen des Projekts hin. Tolle Fotos der OSTKREUZ-FotografInnen Annette Hauschild und Espen Eichhöfer sowie von Axel Schmidt begleiten die Texte auf wunderbare Weise. Auch das 2. Heft kommt gut an – und ist, wie einer der Autoren meint, „wunderbar gestaltet und entsprechend überzeugend.“

 

Reportage im rbb Fernsehen: Das Uckermark-Festival am Donnerstag, 13. Oktober 2016 | 22.45 – 23.30 Uhr

„UM“ steht für Uckermark: Alle zwei Jahre bringt das „UM-Festival“ Kunst in eine der schönsten, aber auch am dünnsten besiedelten Landstriche Deutschlands. Dann wachsen in der Weite der Landschaft fragile Installationen aus dem Boden, werden Scheunen zu „Showrooms“ und auf sonst einsamen Alleen stauen sich die Autos – dann kommt zusammen, was nicht unbedingt zusammen gehört: Extrovertierte Hauptstadt-Kreative und einsilbige Alteingesessene, Konzeptkunst und Kuhstall. Dann beginnt in der Uckermark – genauer: in und um Fergitz, einem Örtchen von gut fünfzig Einwohnern – das spannendste Wochenende des Jahres.

Die Stilbruch-Reportage im rbb.