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Eine großartige Zusammenkunft von Schriftstellern“. Das 13. internationale literaturfestival berlin endete am 15.9.13 mit Auftritten von Salman Rushdie. 30.000 Besucher kamen.

Das schönste Kompliment kam zum Schluss: Salman Rushdie nannte das internationale literaturfestival berlin eine „großartige Zusammenkunft von Schriftstellern – ich schätze mich glücklich, daran teilnehmen zu können“. Er dankte Festivaldirektor Ulrich Schreiber für die jahrelange Zusammenarbeit und seine Hilfe beim Aufbau des von Rushdie gegründeten und geleiteten „PEN World Voices Festival of International Literature“ in New York.

164 Autoren aus 47 Ländern nahmen am diesjährigen Literaturfestival teil – eine Zusammenkunft nicht nur von Autorinnen und Autoren, sondern auch von Generationen (Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche und das Projekt „Weltweisheit – Kulturen des Alterns“) sowie Formen des Erzählens: so setzte sich das ilb u.a. mit dem Erzählen in Graphic Novels und Computerspielen auseinander.

Die Vielfalt der Themen, Kunstformen und Geschichten war vor allem eines: eine Feier der Literatur und des Buches. Dies kam besonders deutlich in den beiden Veranstaltungen mit Literaturnobelpreisträger John M. Coetzee zum Ausdruck, der auf ein moderiertes Gespräch verzichtete und sich bei seinem Auftritt auf die Lesung seiner Texte beschränkte: Literatur pur – mit großer Wirkung. „Die tiefe Ereignislosigkeit der Veranstaltung korrespondierte mit ihrer tiefen Ernsthaftigkeit,“ schrieb einer der zahlreichen, beeindruckten Kommentatoren.

Der Termin für die nächste „Berlinale der Bücher“ (zitty) steht bereits fest: 10. bis 20. September 2014.

Berlin (DPA) Berliner Literaturfestival lockt mit großen Namen
Salman Rushdie, John M. Coetzee, Daniel Kehlmann – das Internationale Literaturfestival Berlin wartet erneut mit großen Namen auf. Von Mittwoch an (4.-15. September) stellen mehr als 160 Autoren aus fast 50 Ländern ihre neuesten Werke vor und geben einen Einblick in das zeitgenössische literarische Schaffen.

Die Eröffnungsrede hält die afrikanisch-amerikanische Autorin Taiye Selasi, die mit ihrem Debütroman «Diese Dinge geschehen nicht einfach so» im Frühjahr auch in Deutschland für Aufsehen sorgte.

Bei der 13. Ausgabe des Festivals spricht der seit seinen «Satanischen Versen» von Islamisten bedrohte Rushdie über seinen autobiografischen Roman «Joseph Anton», in dem er seinen Kampf um die Meinungsfreiheit schildert. Literaturnobelpreisträger Coetzee aus Südafrika stellt erstmals in Deutschland seinen neuen Roman «Die Kindheit Jesu» vor. Weitere Premierenlesungen stehen etwa von Bestsellerautor Daniel Kehlmann («Die Vermessung der Welt»), Georg Klein, Per Olov Enquist und dem chinesischen Exil-Schriftsteller Liao Yiwu auf dem Programm.

Politische Akzepte setzt Festivaldirektor Ulrich Schreiber unter anderem mit der Vorstellung der walisisch-ägyptischen Journalistin Shereen El Feki, ihrem pakistanischen Kollegen Ahmed Rashid und dem spanischen Juristen Carlos Castresana.

Ein besonderer Schwerpunkt ist das Thema Altern. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2013 hat das Festival unter dem Titel «Weltweisheit» zehn internationale Schriftsteller gebeten, über den Umgang mit dem Alter in ihren Kulturen zu sprechen. Zu den Eingeladenen gehören etwa Dacia Maraini, Georg Stefan Troller, Franz Hohler und Herb Wharton.

Allein in der Programmsparte Internationale Kinder- und Jugendliteratur gibt es mehr als 100 Lesungen, Workshops und Theateraufführungen. Bei einem Graphic Novel Day stellen sich nationale und internationale Comic-Künstler vor. Zum Auftakt am Mittwoch findet erneut das ganztägige Literaturfest «Berlin liest» statt, bei dem alle Berliner eingeladen sind, an ihrem Lieblingsort aus ihrem Lieblingsbuch zu lesen.

Das Festival wird vor allem aus dem Hauptstadtkulturfonds finanziert und von den Berliner Festspielen unterstützt.

… dazu der „Tagesspiegel“ am 2.9. 2013.