Archiv der Kategorie: Architektur

Flussbad Berlin auf 56 Seiten

 

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Das 1. Jahresheft von Flussbad Berlin ist erschienen. Auf 56 Seiten erfährt man alles über die geplante Umwandlung des innerstädtischen Spreekanals in einen neuen Ort der Erholung – in unterschiedlichen Textbeiträgen, Interviews (u.a. mit Klaus Töpfer) und anhand wunderbarer Fotos werden die Aspekte des Projekts beleuchtet, die Idee, seine unterschiedlichen Themenfelder sowie die Potentiale, Ziele und Aktivitäten.

Hier geht es zum Heft.

 

Konzeption und Redaktion: Barbara Schindler mit Katrin und Georg Hiller von Gaertringen

New York Times, 12. Oktober 2015 über Flussbad Berlin

„Belle Époque Paris had the Eiffel Tower; Art Deco New York, the Empire State Building. Frank Gehry’s design for the Guggenheim Museum gave Bilbao, Spain, a once rusty backwater, a shiny symbol of its modern identity. What will it be here for early 21st-century Berlin: a cardboard Schloss or the whimsical, environmentally friendly Flussbad-for-the-people? (…).

Hier geht es weiter zum kompletten Artikel von Michael Kimmelmann.

 

Flussbad Berlin erhält Förderung aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“

 

131002_Innenstadt_Axo_All05In ihrer Sitzung vom 10. November 2014 hat die vom Bundesbauministerium berufene Jury aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und Experten verschiedener Fachdisziplinen das Projekt Flussbad Berlin als eines von 21 „Premium-Projekten“ ausgewählt und eine Förderung von € 2,6 Millionen bewilligt. Das Land Berlin beteiligt sich an den Projektkosten mit weiteren € 1,3 Millionen. Insgesamt stehen für vorbereitende Maßnahmen zur Verwirklichung von Flussbad Berlin bis Ende 2018 € 3,9 Millionen zur Verfügung.

Berlin, 19. November 2014

Berlin überzeugte mit dem innovativen Stadtentwicklungsprojekt „Flussbad Berlin“ das Expertengremium auf Bundesebene, das die Projekte für eine Förderung im Programm „Investitionen in nationale Projekte des Städtebaus“ vorgeschlagen hat. Ausgewählt wurden bundesweit 21 herausragende Projekte.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erhält vom Bund € 2,6 Millionen, um gemeinsam mit dem Verein „Flussbad Berlin e.V.“ das Projekt weiter zu entwickeln, durch das der Spreekanal am Rande der Museumsinsel auf einer Länge von 750 Metern zu einem der größten, schönsten und frei zugänglichen Schwimmbecken verwandelt werden soll. Im oberen Teil des insgesamt ca. 1,6 km langen Spreekanals sollen eine Biotoplandschaft und ein Schilfbecken zur natürlichen Reinigung des Flusswassers entstehen. Berlin beteiligt sich an den Projektkosten mit € 1,3 Millionen.

Mit dem Förderantrag für das neue Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ hat Flussbad Berlin e.V. ein umfängliches Maßnahmenpaket zur Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts „Flussbad Berlin“ sowie zur kurzfristigen baulichen Realisierung einiger strategischer, stadträumlicher Elemente erstellt. Die Maßnahmen sollen der Unterstützung und Qualifizierung der bislang ausschließlich zivilgesellschaftlich getragenen Entwicklungsinitiative dienen. Ziel ist die Überleitung der Initiative „Flussbad Berlin e.V.“ in ein Realisierungsprojekt.

Die Projektidee zum Flussbad Projekt wurde 1998 von der Berliner Künstler- und Architektengruppe realities:united entworfen und seither sukzessive weiterentwickelt. Das Team von Jan Edler und Tim Edler wurde dafür mit dem Holcim Award Gold (2011) und Bronze (2012) ausgezeichnet. Mittlerweile unterstützen über 150 Mitglieder den 2012 gegründeten gemeinnützigen Verein „Flussbad Berlin“.

In diesem Jahr konnten bereits Lottomittel für einen Machbarkeitsnachweis akquiriert werden. Wir freuen uns sehr, dass die Entwicklung des Projekts durch diese weitere Förderung in eine nächste Phase eintritt und sowohl der Bund als auch die Stadt Berlin gemeinsam weitere Voraussetzungen für eine Realisierung leisten wollen.

Pressemitteilung
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (19.11.2014)

Pressemitteilung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin (19.11.2014)

Barbara Schindler (Büro für Kommunikation) und das Team von Flussbad Berlin e.V.

Save the Date: Festival Crossing Identities 13. bis 15. Juni 2014 in Berlin

CROSSING IDENTITIES — BEGINNERS, EXPERTS, HYBRIDS
URBAN NOMADS // MONGOL CITIZENS // FESTIVAL BERLIN 2014 vom 13. bis 15. Juni 2014 im Radialsystem V Ausstellung und Outdoorparcours ab 8. Juni 2014

Urban_Nomads_LogoDas Festival mit begleitender Ausstellung und Konferenz informiert über Kunst, Kultur und sozialen Wandel in der Mongolei. Mongolisch-deutsch-internationale Künstlerteams setzen sich mit der urbanen und sozialen Realität Ulan Bators und Berlins, Fragen des mongolischen kulturellen Erbes und der Identität moderner Großstadt-Nomaden auseinander. Präsentiert wird UNESCO-geschützte traditionelle mongolische Kunst und Kultur – Khöömii, Urtyn Duu, Morin huur, Biyelgee – im Dialog mit experimentellen, zeitgenössischen Kunstformen: Performance, Installationen, öffentliche Workshops, Live-Musik und Gesang, DJ-Sets, Tanz, Fotografie und Filmvorführungen.

Mit: Domog Folk Band, Ulrike Ottinger, Hosoo und Transmongolia, Iris ter Shiphorst, Z. Uyanga, Jens Rötzsch, Enkhgerel Dash-Yaichil, Uros Rojko, Ensemble Egschiglen, Benj Binx, Quiza, Dickson Dee, Enkhtaivan Ochirbat, Claudia Heu, G. Amarsanaa, Gerhard Fillei, Tsendpurev Tsegmid, Ole Frahm, Gereltuya Batjargal, Corinna Bethge, Sergelen, Claudia Schink, Dashtsermaa Tserenpil, Berit Schuck, Gandulam Ulziinorov, Ursula Werdenberg, Ch. Khoroldorj, Sven Zellner, Bayarmaa Munkhbayar, Mareike Günsche, Hanna Salzer, Rudi Fink, Antshi von Moos, Shinee Gunbileg, Katharina Winkler, O’Neill de Tyrone, Uisenma Borchu, Philip Hallay, Christian Spieß, Temujin & Temulin, Mitchell Joachim, Alexander Branczyk, Lars Harmsen und Oliver Langbein mit Studierenden der FH Dortmund u.v.a.

http://www.facebook.com/urbannomads

Das Festival wird veranstaltet von URBAN NOMADS // MONGOL CITIZENS c/o Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts e.V. (ITI) und findet im Rahmen des Jubiläums „40 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen der Mongolei und der Bundesrepublik Deutschland“ statt, unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin.

Flussbad Berlin @Walther König / Museumsinsel

Logo Flussbad Präsentation des städtebaulichen Vorschlags für ein Flussbad in Berlin am 27. März um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Walther König an der Museumsinsel, Burgstraße 27, 10178 Berlin

Dem gesamten, seit mehr als 100 Jahren brachliegenden, innerstädtischen Spreekanal zwischen Museumsinsel und Fischerinsel – dem Kupfergraben – eine neue Nutzung zu geben: als Biotop, Wasserkläranlage und als beschwimmbare Fläche. Das ist die Idee des Projekts Flussbad Berlin.

Diese Idee wird am Donnerstag, 27. März um 19.30 Uhr in der Buchhandlung Walther König vorgestellt und diskutiert mit Tim Edler (Projektautor Flussbad Berlin, Architekt), Charlotte Hopf (Vereinsvorsitzende, Architektin), Susanne Lehmann-Reupert (Architektin, Autorin „Von New York lernen“) und Andreas Ruby (Autor und Verleger).

Idee, Konzeption und Kommunikation: Barbara Schindler

Neue Unterstützer für Flussbad Berlin

Zur Erinnerung: Der städtebauliche Entwicklungsvorschlag für ein Flussbad Berlin sieht vor, dem gesamten, seit mehr als 100 Jahren brachliegenden, innerstädtischen Spreekanal zwischen Museumsinsel und Fischerinsel – dem Kupfergraben (siehe Ansicht vom Dom aus) – eine neue Nutzung zu geben: als Biotop, Wasserkläranlage und als Schwimmbecken. Nach über 100 Jahren, in denen der Kanal nicht mehr genutzt wurde, könnte an dieser Stelle neues Leben als ökologische Ressource in Form eines natürlichen Schwimmbeckens von 750 m Länge entstehen.

Kupfergraben von oben

Namhafte Persönlichkeiten sind nun in beratender Funktion dem Verein Flussbad Berlin beigetreten:
Kristin Feireiss, Dr. h.c., Publizistin, Kuratorin und Gründerin des Aedes Architekturforums Berlin
Herbert Lohner, Biologe, Referent für Naturschutz beim BUND für Umwelt und Naturschutz Berlin
Ulla Luther, Stadtplanerin/Architekten, Staatsrätin a.D.
Jürgen Mayer H., Architekt, Gründungspartner J. MAYER H. und Partner, Architekten
Harald Welzer, Prof. Dr., Sozialpsychologe, Direktor FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit
Cornelia Ziehm, Dr. jur., Rechtsanwältin, Leiterin des Bereichs „Klimaschutz und Energiewende“ bei der Deutschen Umwelthilfe

Im Juli 2013 schrieb der Sozialwissenschaftler Harald Welzer über das Projekt in seiner FAZ-Kolumne „Wahre Geschichten aus der wünschenswerten Zukunft“: Das Flussbad „wäre, von heute aus betrachtet, eine Sensation. […] Der Entwurf von realities:united geht aber weit über einen intelligenten technischen Eingriff in die Stadtlandschaft hinaus, zeigt er doch, was eine Stadt sein kann, wenn soziale Intelligenz wirksam wird […]“.

Baden, mal im Flussbad Berlin

In der F.A.Z. vom 2.7.2013

Baden, mal im Fluss
Wahre Geschichten aus der wünschenswerten Zukunft, weitererzählt von Harald Welzer
Im Grunde wird Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit ja immer falsch verstanden. Das ins Unendliche verschobene Flughafenprojekt ist nämlich Avantgarde. Berlin setzt sich damit an die Spitze der weltweiten Transition-Town-Bewegung: als erste Metropole, die von oben verhindert hat, dass ein weiterer Flughafen gebaut wird. Wowereit weiß: Die Zukunft ist nicht Gegenwart plus, sondern ganz anders, nachhaltig und reduktiv. Die Mobilität des zwanzigsten Jahrhunderts passt einfach nicht ins 21., Rohstoffengpässe, Energieprobleme, Klimawandel und, und, und machen es schon längst nicht …

Der Artikel über das Flussbad-Berlin macht mehr als deutlich, dass dieses Projekt Realität werden muss. Weil es um „Parameter wie Öffentlichkeit, Lebensqualität, Entschleunigung, soziale Phantasie…“ geht.  Das Flussbad zeigt neben seiner Funktion als innerstädtisches Naherholungs- und Naturschutzgebiet auf, welche enorme Bereicherung ein sauberer Fluss inmitten einer Vier-Millionen-Metropole sein kann. Die daraus resultierende Aufwertung der Museumsinsel und der gesamten Stadtmitte Berlins, sowohl in ökonomischer als auch in ökologischer Hinsicht, und der damit verbundene Mehrwert für alle, Berliner und Touristen, schafft völlig neue Perspektiven für den heute noch „arbeitslosen“ Flussarm.

Neue Nutzung und Verdichtung

Während sich die Stadt rundherum weiter verdichtet, schafft Flussbad sinnvolle neue Flächen für Sport und Erholung im Stadtzentrum, die nicht nur dem rein touristischen und verwertbaren Zweck dienen, sondern auch der Naherholung für die Bewohner.

Ökologie, Naturschutz
, Wasserwirtschaft
Die Spree wird sauberer und wieder ein richtig gesunder Fluss. Flussbad wirkt konkret im Projektgebiet, weil es einen Teil des Fließgewässersystems in Berlin reinigt. Als Demonstrationsprojekt wirkt es auch darüber hinaus, weil hier sichtbar wird, wofür meist unterirdische Wasserinfrastrukturen arbeiten.

Museumsinsel, Charakter und Funktion
Die Museumsinsel muss gemischter und vielseitiger werden. Bisher zeigen alle Funktionen auf der Insel und in direkter Nachbarschaft die Berliner Geschichte. Mit Flussbad gewinnt sie mehr Bedeutung für das gegenwärtige und alltägliche Berlin und die Berliner und bleibt damit das Zentrum der Stadt für alle.

Ökonomie
Flussbad verbessert nicht nur konkret Lebensumstände, sondern stärkt auch die Marke Berlin. Die originelle, unerschrockene und pragmatische Kombination eigentlich gegensätzlicher Aspekte hält Touristen, Kreative und sogar die Bundesregierung in Berlin. Und durch die direkt sichtbaren Ergebnisse nachhaltigen Umgangs mit der Ressource Wasser wird Berlin Hauptstadt der Sustainability.

Gesellschaft, Symbol

Neben dem wieder aufgebauten Schloss repräsentiert Flussbad moderne Strategien und Werte zum Verhältnis von Natur zu Stadt, von Repräsentation zu Alltagstauglichkeit, von Körper zu Geist, von Top-down zu Bottom-up …

Flussbad Berlin e.V.
Gemeinnütziger Förderverein
Falckensteinstr. 48
10997 Berlin
www.flussbad-berlin.de

Spendenkonto: GLS Bank, BLZ: 43060967, Konto# 1143215900
Fördermitglied werden: www.flussbad-berlin.de/foerdermitgliedschaft/
Flussbad mögen: www.facebook.com/flussbadberlin

Flussbad Berlin: Vereinsgründung und Global Holcim Award Bronze 2012

Das von der Berliner Künstlergruppe realities:united entwickelte Projekt „Flussbad Berlin“ wurde zum zweiten Mal mit dem wichtigsten internationalen Preis für nachhaltiges Bauen, dem Holcim Award, ausgezeichnet: in der zweiten, weltweiten Wettbewerbsstufe erhält es den Bronzepreis. Die Preisverleihung fand am 28. November 2012 in der Bauakademie am Schinkelplatz in Berlin statt. Aus diesem Anlass stellte sich der jetzt gegründete gemeinnützige Förderverein „Flussbad Berlin e.V.“ vor, der an der Weiterentwicklung der Planung arbeitet und die nötigen Schritte zur Umsetzung der Projektidee verfolgt.  

Flussbad am Lustgarten 2020: Zwischen Schlossplatz und Bodemuseum ist der Spreekanal auf 750 m Länge natürliches Schwimmbad ©2011realities:united

Das Flussbad Berlin
Das Flussbad Berlin erschließt den weitgehend ungenutzten Spreekanal entlang der Museumsinsel neu.
Nach über 100 Jahren, in denen der Kanal nicht mehr genutzt wurde, entsteht an dieser Stelle neues Leben als ökologische Ressource in Form eines natürlichen Schwimmbeckens von 750 m Länge. Der untere Abschnitt der Spree am Kupfergraben soll in ein großzügiges natürliches Schwimmbassin umgewandelt werden, das im Winter auch als Eislauffläche nutzbar ist. Weiterlesen